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Die Taufe in der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Linden-Nord


Schön, dass Sie Ihr Kind in einer unserer Gemeinden taufen lassen wollen. In der Kindertaufe feiern wir die Geburt eines Kindes und sagen ihm zugleich zu, dass es von Gott geliebt und in dieser  Welt willkommen ist. Bei der Taufe wird dem Kind der Segen Gottes zugesprochen.

Wann muss ich die Taufe anmelden? Bitte sprechen Sie uns etwa sechs bis acht Wochen vor Ihrem Wunschtermin an. Wenn Ihnen der Termin weniger wichtig ist, kann eine Taufe auch kurzfristig vereinbart werden. Die
Taufen werden bei uns im Gottesdienst am Sonntag gefeiert.

Kosten Eine Taufe ist kostenlos.

Voraussetzungen Wir gehen davon aus, dass mindestens ein Elternteil Kirchenmitglied ist. Wenn das nicht der Fall ist, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Pfarramt auf. Wenn Sie nicht zu der Gemeinde gehören, in der Ihr Kind getauft wird, dann benötigen Sie von Ihrer Gemeinde ein „Entlassungsschreiben“ (Dimissoriale), das Sie im Pfarramt oder Gemeindebüro bekommen.  

Paten Ein Kind, das getauft wird, bekommt Paten an die Seite – Menschen, die für das Kind da sind und es auf seinem Weg begleiten. Wer Pate oder Patin werden möchte, muss einer christlichen Kirche angehören. Jedes Kind, das getauft wird, braucht mindestens einen evangelischen Paten/eine evangelische Patin.  

Unterlagen Folgende Unterlagen sollten Sie zum Taufgespräch bereithalten: Die Geburtsbescheinigung mit dem Vermerk „für religiöse Zwecke“, das Familienstammbuch oder das Original der Geburtsurkunde.
Wenn die Patinnen/Paten nicht Mitglied unserer Gemeinde sind, benötigen Sie einen Patenschein (Bescheinigung über die Zugehörigkeit zu einer Kirchengemeinde). Sie erhalten ihn im Pfarramt/Gemeindebüro ihrer Heimatgemeinde.

Taufspruch Bei der Taufe bekommt der Täufling einen Taufspruch mit auf den Weg: ein Wort aus der Bibel, das den Täufling durch sein Leben begleiten soll.Eine Auswahl von Taufsprüchen finden Sie zum Beispiel auf der Seite www.taufspruch.de.

Erwachsenentaufe

Die Taufe ist in jedem Lebensalter möglich. Und die Zahl der Taufen wächst. Häufig werden die Kinder im ersten Lebensjahr getauft. Das ist gut: ein unverbrüchliches Siegel für Gottes Geleit im ganzen Leben. Aber in anderen Fällen kommt es nicht dazu – aus welchem Grund auch immer. In solchen Fällen gilt: Für die Taufe ist es nie zu spät. Gottes Gnade steht für jeden Menschen offen. In jedem Abschnitt seines Lebens.

Denn die christliche Taufe ist keine Namensgebung. Mit der berühmten „Schiffstaufe“ im Film kann man sie nicht vergleichen. Es heißt nicht: Ich taufe dich auf den Namen Johanna oder Maximilian. Getauft wird auf den Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Das Taufwasser nimmt hinweg, was Menschen beschwert oder was sie aus der Vergangenheit mit sich tragen. Ein Neuanfang wird gefeiert. Mit der Taufe begründet sich die Mitgliedschaft in der Kirche.

Der Anstoß zur Taufe ist unterschiedlich. Die Großmutter regt es an. Der Dank für das Geschenk des Lebens wird wach. Später sind es die eigenen Fragen: Wie will ich leben und woran finde ich Orientierung? Ein Unfall erinnert daran, dass das Leben zerbrechlich und kostbar zugleich ist. Der Wunsch, vor dem Altar zu heiraten, macht bewusst, dass etwas fehlt. Die Absicht, in einem kirchlichen Krankenhaus zu arbeiten, erinnert daran, dass man auch innerlich dazu gehören möchte.

Die Taufe ist der Bund mit Gott für ein ganzes Leben. Von Gott empfange ich eine Würde, die mir niemand rauben kann. Der Wert meines Lebens hängt nicht von meiner Nützlichkeit für andere ab. Das Leben ist uns als Gabe geschenkt. Als Aufgabe haben wir es jeden Tag zu bestehen. Das gelingt uns nicht aus eigener Kraft. Deshalb ist es gut, sich Gott anzuvertrauen und unter seinen Segen zu treten. Auf eine solche Kraftquelle kommt es an.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 24. Oktober 2010 um 17:58 Uhr
 
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