Flüchtlingshilfe

Erfahrungsaustausch und Stärkung für Ehrenamtliche im Bereich der Flüchtlingshilfe

Die ev. Kirchengemeinden in Linden bieten mit Unterstützung durch die Landeskirche Termine für Ehrenamtliche an, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren und ihre Erfahrungen mit anderen unter professioneller Anleitung austauschen möchten (Supervision).

Erfahrungsaustausch und Stärkung für Ehrenamtliche im Bereich der Flüchtlingshilfe

Das Ordnerprojekt

Eines der Projekte, bei denen Sie sich engagieren können, ist das Ordnerprojekt: Das Ordnerprojekt hat zum Ziel, zusammen mit einem Flüchtling in Ruhe einen Aktenordner zu erstellen. Dies ermöglicht die systematische Ablage seiner Dokumente, sowie im Zuge dessen eine Erklärung des Inhalts und erleichtert damit z.B. Behörden- und Arztbesuche erheblich.

Weitere Infos siehe unter: Das Ordnerprojekt

Willkommenskultur für Flüchtlinge ist eine Aufgabe für die ganze Gemeinschaft

Fremde aufzunehmen, Verfolgten beizustehen und Flüchtlinge gut zu behandeln, ist ein Wesensmerkmal unserer jüdisch-christlichen Kultur. Im 3. Buch Mose heißt es: „Wie einen Einheimischen aus eurer eigenen Mitte soll euch der Flüchtling gelten, der bei euch wohnt und du sollst ihn lieben wie dich selbst.“ (3. Mose 19,34)

Für Flüchtlinge ist hier alles fremd, staatliches Handeln kommt schnell an Grenzen. Die Verwaltungen der Städte Hannover, Garbsen und Seelze stehen allein schon in der Frage der Unterbringung vor einer sehr großen Herausforderung, sie können nur begrenzt auf eine „Willkommenskultur“ hinwirken. Eine solche Kultur kann nur verwirklicht werden, wenn viele daran mitwirken. Wir als Kirchengemeinden sehen uns hier in der Pflicht und versuchen auf die Flüchtlinge zuzugehen.

Aus der Resolution des Stadtkirchenverbandes Hannover vom 4.12.2013

Vollständiger Text "Stadtkirchentag ruft mit Resolution zum Handeln auf"

Unterstützerkreis D33

Seit Ende 2013 gibt es hier in Linden ein Flüchtlingsheim. Auch die St. Martinsgemeinde ist im Unterstützerkreis D33 vertreten. Im Frühjahr 2014 feierte der Nachbarschaftskreis Linden-Süd - Unterstützerkreis Flüchtlingshilfe D33 ein Willkommensfest im Gemeindehaus unter dem Motto "Begegnung der Kulturen". Seitdem ist der Kreis der aktiven Unterstützer stetig gewachsen, weil der Kontakt und die Arbeit mit den Flüchtlingen zwar manchmal anstrengend, aber immer interessant und bereichernd ist. Neue Mitglieder sind stets willkommen! Es gibt monatliche Treffen im Cafè Allerlei, Allerweg 7, 19 Uhr. Kontakt: d33hannover@gmail.com

Neuigkeiten in der Handhabung des Kirchenasyls

Im Frühjahr 2015 haben das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und leitende Vertreter der Kirchen vereinbart, dass die Praxis des Kirchenasyls sich teilweise verändern soll.

Inzwischen steht fest, dass das BAMF Menschen im Kirchenasyl auch in “Dublin III”-Fällen nicht für “flüchtig” erklärt. Das bedeutet, dass Deutschland nach 6 Monaten für das Aufenthaltsverfahren zuständig wird.

Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche

Kirchenasyl vor dem Aus?

Diese Frage stellt sich nach Ankündigungen und Kritik vom Januar 2015 an der bisherigen Praxis des Kirchenasyls. Das Kirchenasyl beruht bisher auf einer stillen Übereinkunft zwischen Kirche und Staat, an die sich beide Seiten in der Regel gebunden fühlen. Das hat sich geändert, seitdem das Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) das Kirchenasyl rechtlich neu bewertet hat. Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm hat das Kirchenasyl gegen die Kritik des CDU-Politikers und Innenministers de Mazière verteidigt, weil es sich auf einzelne sorgfältig ausgewählte Härtefälle beziehe, die am Ende aber in rechtliche Lösungen münden sollen.

Im "Wort am Sonntag" vom 7.2.2015 griff Pastorin Annette Behnken aus Wennigsen die Problematik auf.

Faktisch würde das Kirchenasyl in vielen Fällen unmöglich gemacht werden, da Flüchtlinge künftig anderthalb Jahre statt sechs Monate im Kirchenasyl aushalten müssten, bevor sie Asyl beantragen könnten.

Text "Wort zum Sonntag" vom 07.02.2015

Sammlung von Fahrrädern für die Flüchtlingshilfe

Mobilität ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt auf dem Weg zur Integration in Hannover - gerade auch für Flüchtlinge auf Wegen zum Einkaufen, zum Sprachkurs, zu Ämtern oder zum Sport.

Die Wohnheime in Hannover suchen ausrangierte, aber noch brauchbare Fahrräder, die ggf. nach einer Instandsetzung Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden können.

Bitte melden Sie sich doch in den Gemeindebüros, wenn Sie ein Fahrrad abzugeben haben.

Was können wir tun?

Wer mag, ist herzlich eingeladen, sich in unseren Gemeinden aktiv zu betätigen. Wir werden in Form von Patenschaften, die begleitet und zeitlich begrenzt sind, den betroffenen Menschen hier vor Ort begegnen, mit ihnen eine Strecke des Weges gemeinsam gehen.

Dazu sprechen Sie mich gern an, - ich habe ein offenes Ohr.

Margarethe von Kleist-Retzow
Tel.: 0511 21 33 410
Aufgabenbereich:

Regionaldiakonin Margarethe von Kleist-Retzow ist ab Frühjahr 2015 in den beiden Gemeinden KG Linden-Nord und St. Martin tätig. Schwerpunkt der Arbeit soll zunächst die Arbeit mit Ehrenamtlichen und Freiwilligen sein. 2016 bis 2018 betreut sie das Projekt Gemeinwesendiakonie.

Außerdem gibt es ab Herbst 2015 eine Einführung in "Exerzitien im Alltag" als neues Angebot der Kirchengemeinden, das Ende 2016 nochmals angeboten werden soll.

Termine Flüchtlingshilfe (von termine-e.de übernommen)

Es gibt keine Termine.